Ruth Beckermann, geboren am 1. November 1952 in Wien, ist eine renommierte österreichische Filmemacherin, Autorin und politische Aktivistin. Sie ist bekannt für ihre Dokumentarfilme, die sich oft mit politischen und historischen Themen auseinandersetzen.
Beckermann begann ihre Karriere in den 1970er-Jahren und machte sich schnell einen Namen als unabhängige Stimme im österreichischen Film. Sie studierte an der Universität Wien und der Filmakademie Wien, wo sie sich auf Dokumentarfilm spezialisierte.
Mit diesem Paket bündeln wir ihre Filme DIE PAPIERENE BRÜCKE (1987), WALDHEIMS WALZER (2018), MUTZENBACHER (2022) und FAVORITEN (2024).
Beckermanns Filme wurden international gefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Caligari Filmpreis, der Wiener Filmpreis und der Preis der Diagonale. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin engagiert sich Beckermann auch aktiv in politischen Bewegungen und setzt sich für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit ein.
Ihr Einfluss auf das österreichische Kino und ihre kritische Stimme in gesellschaftlichen Debatten haben sie zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten in der österreichischen Filmkultur gemacht.
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| Drei Jahre begleitete Ruth Beckermann eine Klasse von Schülern im Alter von sieben bis zehn Jahren und ihre engagierte Lehrerin in einer großen Volksschule im Wiener Bezirk Favoriten, einem ethnisch vielfältigen, ehemaligen Arbeiterbezirk, der medial oft auch als „gefährlichster Bezirk von Wien” gehandelt wird. Obwohl diese Probleme im Film deutlich präsent sind, werden sie in FAVORITEN nicht frontal angesprochen. |
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Mit einem Zeitungsaufruf lädt Ruth Beckermann zu einem Casting für einen Film ein, der den bekannten pornografischen Roman zur Grundlage hat: „Männer zwischen 16 und 99 Jahren gesucht”. Der Film MUTZENBACHER konfrontiert hundert Leser mit Auszügen aus dem Werk. Und wie im richtigen Leben evoziert die Lektüre „anstößiger” Passagen auch am Filmset Erinnerungen, erotische Vorstellungen, aber auch Ablehnungsreaktionen, Distanzierungs- und Rechtfertigungsstrategien. |
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„Waldheim nein, Waldheim nein!“ skandiert eine Menschenmenge 1986 im Zentrum von Wien. Ruth Beckermann war eine der Aktivist:innen, die die Wahl des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim zum österreichischen Bundespräsidenten verhindern wollten und begab sich mit Kamera und Mikrofon hinein in die Abgründe der österreichischen Seele. Mehr als 30 Jahre später analysiert sie mit ihren eigenen Bildern und mit einer Fülle an Archivmaterial diesen Wendepunkt der österreichischen Nachkriegsgeschichte. |
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Ruth Beckermanns Reise durch ihre eigene Familiengeschichte erzählt zugleich die Geschichte der mitteleuropäischen Juden und die Geschichte einer Region. Die Reise führt sie von Wien, wo ihre Großmutter den Krieg als U-Boot überlebte, indem sie sich stumm stellte, und wohin ihre Mutter aus Israel zurückkehrte, in die Landschaft Osteuropas, die von der Verfolgung und Vernichtung der Juden zeugt. |
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