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Specials

Crossing Europe - Extracts

Auf nach Europa! Mit handverlesenen Festivalfilmen aus dem Programm des Crossing Europe 2020. Leider hat die Covid-19-Pandemie die 17. Ausgabe des beliebten Festivals in Linz verhindert. Mit dem Alternativprogramm „Crossing Europe – EXTRACTS“ wird ein Querschnitt des bunten Filmprogramms nun ab 21. April in den digitalen Kinosaal verlagert!

Seit 2004 rückt das Filmfestival CROSSING EUROPE die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz in den Mittelpunkt der europäischen Festivallandkarte. Jahr für Jahr Ende April bleibt sich CROSSING EUROPE programmatisch treu und vertraut auf die Strahlkraft des europäischen Autor*innenkinos. Rund 150 herausragende handverlesene Spiel- und Dokumentarfilmen aus ganz Europa, die eine spannende filmische Vermessung europäischen Kontinents versprechen, sollten präsentiert werden. Gesellschaftspolitisch waches, künstlerisch-exzentrisches Filmschaffen hätte bei Tausenden Besucher*innen (2019: 24.000 Besucher*innen) die Lust auf unkonventionelles Kino aus Europa wecken sollen.

Mit dem Alternativprogramm „Crossing Europe – EXTRACTS“ soll ein kleiner Beitrag zur Aufrechterhaltung des filmkulturellen Lebens in Österreich geleistet werden. Das Crossing Europe hat zehn Filme ausgewählt und lädt im KINO VOD CLUB zu einer virtuellen Reise quer durch den Filmkontinent Europa ein! Die Filme können einen Monat lang vom 21. April bis zum 20. Mai 2020 bei uns gestreamt werden.

SPIELFILME

L’ANGLE MORT / BLIND SPOT
Patrick Mario Bernard, Pierre Trividic, FR 2019, 104 min, OmeU

Das von Superhelden überfüllte Blockbuster-Kino unserer Tage bekommt Arthouse-Konkurrenz: Der Pariser Dominick kann sich unsichtbar machen, seit er ein Baby ist.
 

LA HIJA DE UN LADRÓN / A THIEF’S DAUGHTER
Belén Funes, ES 2019, 102 min, OmeU

Sara musste früh erwachsen werden, ist eine „street-smarte“ Jungmutter auf der untersten Stufe der sozialen Leiter und kämpft nun um das Sorgerecht für ihren 7-jährigen Halbbruder – da kehrt der Padrone nach Barcelona zurück.
 

IVANA CEA GROAZNICA / IVANA THE TERRIBLE
Ivana Mladenović, RO/RS 2019, 89 min, OmeU

„Some sort of Balkan family gone wild“, nennt die in Serbien aufgewachsene, in Rumänien lebende Ivana Mladenović ihre psychotherapeutische Komödie.
 

PARWARESHGAH / THE ORPHANAGE
Shahrbanoo Sadat, DK/DE/FR/LU/AF/QA 2019, 90 min, OmeU

Afghanistan, Anfang der 1990er Jahre: Der 15-jährige Quodrat lebt in Kabul auf der Straße. Als er auf dem Schwarzmarkt überteuerte Kinotickets verscherbelt, wird er kurzerhand von der Polizei in ein von den Sowjets geführtes Waisenhaus gesteckt.
 

TAKE ME SOMEWHERE NICE
Ena Sendijarević, NL/BA 2019, 91 min, OmeU

Der Titel legt es nahe: Schön soll es sein, das Leben – wie das im Detail aussehen soll, ist der jungen Alma jedoch noch nicht so ganz klar.

 

ZABUTI / THE FORGOTTEN
Daria Onyshchenko, UA/CH 2019, 105 min, OmeU

Mühevoll gestaltet sich das Leben für die Menschen von Luhansk, gelegen in einer jener Regionen der Ukraine, die unter der Kontrolle prorussischer Separatist*innen stehen. Auch eine junge Lehrerin spürt die Auswirkungen im Alltag.

DOKUMENTARFILME

OTAN O WAGNER SINANTISE TIS NTOMATES / WHEN TOMATOES MET WAGNER
Marianna Economou, GR 2019, 72 min, OmeU

Können Dokumentarfilme Spaß machen? Marianna Economou beweist, dass das geht. Zwei findige Cousins aus dem kleinen griechischen Dorf Elias tun sich mit einigen älteren Damen des Ortes zusammen, um Tomaten zu züchten und diese in die ganze Welt zu exportieren.
 

ROTJOCHIES / PUNKS
Maasja Ooms, NL 2019, 90 min, OmeU

Eine Gruppe niederländischer „Systemsprenger“, halbwüchsige Jungen, die sich in keinen Sozialisierungsprozess mehr einfügen (lassen), sollen auf einem abgelegenem Bauernhof in Frankreich mit Hilfe einer freundlichen, aber kompromisslosen Betreuerin lernen, sich mit ihren beträchtlichen Aggressionen, Ängsten und Frustrationen auseinanderzusetzen.
 

THE SOUND IS INNOCENT
Johana Ožvold, CZ/FR/SK 2019, 68 min, OmeU

Johanna Ožvold erforscht in fünf Kapiteln die Ursprünge, Entwicklung sowie Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik.
 

SZABAD EGYETEM / THE FREE UNIVERSITY
Jonathan Hunter, Lucie Janotová, HU 2019, 54 min, OmeU

Schier unmögliche Herausforderungen erwarten dieser Tage in Ungarn unter anderem auch Studierende: Die liberale, von Milliardär und Philanthrop George Soros gegründete Central European University in Budapest wurde der Orban’schen Regierung ein Dorn im Auge.

Zu sehen von 21.4. bis zum 20.5. 2020 im KINO VOD CLUB.

Bildcredit: Filmtext: Crossing Europe, Bilder: Blind Spot - The Party Film Sales / Ivana cea Groaznica - Syndicado / La Hija de un Ladrón - Latido Films / Take Me Somewhere Nice - Heretic Outreach / When Tomatoes Met Wagner - Rise And Shine World Sales / Zabuti - Wide / Rotjochies - Square Eyes / The Orphanage - Virginie Surdej