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Oliver Welter
Ich mag vom europäischen Autoren-Kino (vor allem der französische und italienische Film der 60er und 70er Jahre), über die sehr originären koreanischen Filme bis hin zu opulenten Hollywood-Schinken so vieles, sodass ich mich dahingehend nicht festlegen kann und will. Kino muss mich unterhalten, das ist der einzige Anspruch, den ich daran habe. Die Mittel, die dafür eingesetzt werden, sind zweitrangig. Auch Ingmar Bergmann Filme sind für mich große Unterhaltung.
Ein Film, bei dem Du die Filmmusik für besonders hältst:
Die Frage kann ich leider aus vielerlei Gründen nicht beantworten, vor allem aus Gründen der Befangenheit gegenüber den Filmschaffenden oder den Protagonist:innen der Filme, die ich zum Teil gut kenne…
Ein Film, für den Du selbst gerne die Musik beigesteuert hättest:
Eindeutig für Adrian Goigingers DIE BESTE ALLER WELTEN. Selten habe ich einen Film gesehen, der mich dermaßen geschüttelt und zutiefst bewegt aus dem Kinosaal entlassen hat. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob der Film einen Soundtrack hat, aber so oder so, hätte ich gerne Musik zu diesen Bildern gemacht.
Gibt es einen Film, den du regelmäßig wieder ansiehst?
Nein, nicht konkret. Und wenn, dann am ehesten noch INDIEN, den ich schon öfters gesehen habe. Er ist in seiner lakonischen Erzählweise ein absolutes Highlight des österreichischen Films.
Gibt es einen Film, der besonders für den Österreichischen Film steht?
Jeder Film von MICHAEL HANEKE! Seit ihm ist der heimische Film ja ein anderer als zuvor. Ob besser, das weiß ich nicht. Aber anders auf alle Fälle.
Ein Dokumentarfilm, der dir neue Sichtweisen über ein Thema eröffnet hat:
DAS VENEDIG PRINZIP von Andreas Pichler. Die Doku eines Venedigs für Einheimische, also dessen Bewohner:innen, hat mich damals – der Film ist ja schon etwas älter – sehr beeindruckt. Und wenn ich seit der Sichtung des Films in Venedig bin, muss ich immer auch an den Film denken.
Ein Film, den man unbedingt gesehen haben muss:
Jeder Film von MICHAEL HANEKE!
Dein österreichisches Filmhighlight des letzten Jahres?
PERLA von Alexandra Makarová! Ein ganz außergewöhnlich tolles Porträt einer Frau.
Neben der Kuratierung erzählt Oliver Welter im Gespräch über die langjährige kreative Partnerschaft mit Regisseur Thomas Woschitz, die Arbeit als Filmmusiker und Schauspieler sowie über persönliche Lektionen, die er an die nächste Generation weitergibt.