Gib hier den Code ein, den du erhalten hast:
Iris Blauensteiner - Kurzfilmprogramm
Das Programm enthält:
Die Welt ist an ihren Rändern blau
die_anderen_bilder
und eine von ihnen singt
DOUBLAGE
Iris Blauensteiners Interesse gilt der Annäherung an Konstruktionen von menschlichen Identitäten und subjektiven Wirklichkeiten. Mit poetisch-sozialrealistischem Blick widmet sie sich den Ambivalenzen existenzieller Beziehungsgeflechte, deren Atmosphären sowie den Wechselwirkungen von digitaler und physischer Kommunikation. Die offenen Dramaturgien bergen mehrdeutige Potenziale und lassen emotionale Kippmomente zu. Mit diesem Kurzfilmprogramm zeigen wir vier Filme, von philosophischem Filmessay über Desktopfilme bis zu früheren Arbeiten der Filmemacherin. Diese vier Filme sind Teil des Kurzfilmprogramms:
Die Welt ist an ihren Rändern blau
Kurzfilm, AT
...Iris Blauensteiners Interesse gilt der Annäherung an Konstruktionen von menschlichen Identitäten und subjektiven Wirklichkeiten. Mit poetisch-sozialrealistischem Blick widmet sie sich den Ambivalenzen existenzieller Beziehungsgeflechte, deren Atmosphären sowie den Wechselwirkungen von digitaler und physischer Kommunikation. Die offenen Dramaturgien bergen mehrdeutige Potenziale und lassen emotionale Kippmomente zu. Mit diesem Kurzfilmprogramm zeigen wir vier Filme, von philosophischem Filmessay über Desktopfilme bis zu früheren Arbeiten der Filmemacherin. Diese vier Filme sind Teil des Kurzfilmprogramms:
Die Welt ist an ihren Rändern blau
Kurzfilm, AT 2021, MiniDV/Super 8/HDV, 14min
Regie: Iris Blauensteiner, Christine Moderbacher
Buch, Realisation & Produktion: Iris Blauensteiner und Christine Moderbacher
Stimme: Judith Mauthe
Sounddesign: Johannes Schmelzer-Ziringer
„Was könnte ich dir erzählen über die Welt, in der ich lebe?" Adressiert an das ungeborene Kind versucht die Erzählerin mit teils klaustrophobischen Bildern und intimen Notizen einer Schwangerschaft in Pandemiezeiten Antworten darauf zu finden. Ausgehend von einer prägenden Kindheitserinnerung spannt der experimentelle Kurzfilm einen Bogen vom Eisernen Vorhang, über die sogenannte „Flüchtlingskrise” und das erneuerte Schließen von Grenzen während Covid-19. Texturen von immer näher rückenden Wänden verschwimmen dabei mit verpixelten Landkarten zu einem subjektiven Porträt einer neuen Realität und ihrer digitalen Bilderwelt.
die_anderen_bilder
Kurzfilm, AT 2018, DCP, 17min
Idee, Realisation, Produktion: Iris Blauensteiner
Musik, Sounddesign, Setton: Rojin Sharafi
Sprecherin, Schauspielerin: Judith Mauthe
Eine Festplatte, 2.8 Terrabyte, übriggebliebene Daten aus einem zehn Jahre vergangenen Projekt. Jetzt sichtet sie das liegengebliebene Material: Szenen-Outtakes, Fotos, Soundfiles, E-Mails, Drehbuchteile, verworfene Ideen. Die Daten wurden gut archiviert, aber die Zeit hat Spuren hinterlassen. Alte Formate sind nicht mehr abspielbar, aktuelle Player nicht kompatibel. Abspielfehler und Bildstörungen verweigern eine bequeme Erinnerung, die Bilder und Töne sind nicht mehr dieselben, die sie damals waren. Geisterhaft magische Szenen entstehen aus den digitalen Resten und Fehlern, drängen sich ins Sicht- und Hörbare. Die Erinnerungen werden recycelt. Sie verlangen nach einer veränderten filmischen Erfahrung, einer neuen Erzählung – einem anderen Film. DIE_ANDEREN_BILDER ist ein experimentell-dokumentarischer Kurzfilm. Er stellt die Frage, wie erinnert werden kann, wenn die unzähligen, gespeicherten, digitalen Beweise versagen und sucht die Antwort in einer Wieder- und Neuverwendung des digitalen Archivs.
und eine von ihnen singt
Kurzfilm, AT 2011, digital, 7min
Idee, Text und Schnitt: Iris Blauensteiner
Stimme: Petra Nickel
Tontechnik: Christoph Mateka
Im Film DER BLAUE ENGEL sind hinter Marlene Dietrich Statistinnen zu sehen. Hinter der Heldin der Geschichte sind die Statistin dramaturgisch unsichtbar, sind bildfüllende Körper. Die erzählten Figuren und Körper stehen in einer strikten Aufmerksamkeitshierarchie, die manche Figuren im Filmbild sichtbar und andere unsichtbar werden lässt. In UND EINE VON IHNEN SINGT beschreibt, bespricht die Erzählerinnenstimme im dunklen Kino einen subjektiven Blick auf eine der Statistinnen. Das grobkörnige, vergrößerte Filmbild zeigt ihr ungreifbares Gesicht - das Gesicht einer marginalisierten Filmfigur.
DOUBLAGE
Kurzfilm, AT 2007, MiniDV, 5min
Idee, Text und Schnitt: Iris Blauensteiner
Besetzung: Kathrin Wojtowicz
Stimme: Gloria Dürnberger
Eine junge Frau blickt aus den Bildern. Sie erzählt fragmentarisch über die Beziehungen zum Haus - einem Wiener Altbau. Sie sagt, dass sie neben einem Elektriker wohnt oder niemals in den dritten Stock geht. Die erzählende Person bleibt ungewiss. Sie spaltet sich in mehrere Ebenen (Bild, Stimme, Geräusche, Wohnraum). Untrennbar bindet sich ihre Identität an das bewohnte Haus. „Gestern riss sie ein Stück Farbe von der Wand. Sie kratzte lange weiter.